Kinder haften für ihre armen Eltern!

Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Beim Übergang vom Erwerbs- ins Rentenleben ist aber aufgrund der hohen Fehlerquote zu empfehlen, den ersten Rentenbescheid auf Richtigkeit zu überprüfen. Sie sollten also fristgerecht (schriftlich binnen eines Monats nach Zugang) Widerspruch erheben und sodann professionelle Hilfe bei einem versierten Rechtsanwalt oder Rentenberater in Anspruch zu nehmen.
Immer stärker in den Fokus unserer anwaltlicher Tätigkeit rückt im Zusammenhang mit der alternden Gesellschaft und zunehmender Altersarmut aktuell der so genannte Sozialhilferegress.
Im Grundsatz bedeutet dies, dass die Kinder für den Elternunterhalt haften, also Unterhalt an die Eltern oder das Sozialamt zu zahlen haben, weil die Eltern bedürftig im Sinne der gesetzlichen Vorschriften werden. Wenn also die Rente, Einkommen, Vermögen und Pflegegeld nicht genügen, um den Lebensunterhalt oder Pflege- bzw. Heimunterbringungskosten der Eltern zu bestreiten, springt zunächst das Sozialamt ein und trägt diese Kosten. Das Sozialamt nimmt danach aber die Kinder in Regress und versucht zumindest einen Teil der Kosten von den Kindern wieder zu bekommen oder sichert sich die Immobilen der Eltern. Dabei sind entsprechende Freibeträge beim Einkommen und Vermögen der Kinder zu berücksichtigen.
Zur entsprechenden Prüfung ob eine Unterhaltspflicht besteht oder wie Vermögen älterer Menschen vor dem Zugriff des Sozialamtes rechtzeitig geschützt werden können, ist anwaltliche Unterstützung wohl unumgänglich. Wenn Sie als älterer Mensch oder dessen Angehöriger zu diesen heiklen Themen persönliche Fragen oder Probleme haben und möglichst frühzeitig die richtigen Weichen stellen wollen, zögern Sie nicht lange und vereinbaren einen Termin bei einem Rechtsanwalt ihres Vertrauens.
Scot Möbius – Rechts- & Fachanwalt für Sozialrecht – Mühlhausen – Lindenbühl 5 – Tel: (0 36 01) 40 66 88

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